Dipl.-Geogr. Andreas Nagl
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Kernenergie ja/nein

Technisch ungelöst

Die Endlagerung ist noch nicht einmal technisch gelöst.

70 Jahre nach Entdeckung der Kernspaltung ist noch nicht einmal klar, wie man den hochradioaktiven Abfall lagern müsste, damit er nicht zur Gefahr für Mensch und Umwelt wird – geschweige denn, wo.

Anders als die Atomlobby glauben machen will, sind viele Sicherheitsfragen in puncto Endlager weiterhin völlig ungeklärt. So nahmen die USA wegen schwerwiegender Gefahren für Mensch und Umwelt unlängst Abstand von ihrem Endlager-Projekt in den Yucca Mountains. Das schwedische Konzept der Endlagerung in Granit-Urgestein steht ebenfalls vor dem Aus (siehe auch # 61). Und was den Salzstock in Gorleben angeht: Der ist in weiten Teilen von Grundwasser überströmt. Nach den Erfahrungen mit den Wassereinbrüchen in der Atommüllkippe Asse II sollten sich weitere Diskussionen über die ›Eignung‹ Gorlebens als Endlager eigentlich erübrigt haben.

[ www.naan.de ]     Samstag, 04.02.2012
5.4 Schritte zur Klimafunktionskarte Drucken E-Mail

Dipl.-Geograph Andreas Nagl
Diplomarbeit "Stadtklimatische Untersuchungen in Schwabach - Geländemessungen und Computermodellierung hinsichtlich klimaökologischer Ausgleichsflächen"

© Copyright 1997: Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil der Arbeit darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

 

5.4 Schritte zur Klimafunktionskarte

Um schließlich Flächen als Ausgleichsräume auszuweisen, ist eine Vielzahl von Verknüpfungen der Eingabeparameter nötig. Alle Ergebnisse werden zusammengeführt und graphisch dargestellt. Die letztlich entstehende Klimafunktionskarte unterscheidet sich von bisherigen Karten dieser Art. Denn mit Computermodellen läßt sich die Effizienz von Kalt- bzw. Frischluftentstehungsgebieten wesentlich genauer bestimmen. Auch aus diesem Grund ist der Begriff Ausgleichsfläche gut geeignet, da geprüft wird, ob ein Ausgleich durch vorhandene Kaltluftproduzenten wirklich stattfindet.
Damit bioklimatische Hangwinde wirksam werden, sind entsprechend große Einzugsgebiete erforderlich, die dann die Funktion von klimaökologischen Ausgleichsräumen haben. Nach den Vorschriften des ABSP sollten die Ausgleichsräume folgende Kriterien erfüllen (FISEL 1994, S. 34):
1. Die Oberflächenbedeckung muß ein Kalt- bzw. Frischluftentstehungsgebiet mit vorzugsweise Acker- und Wiesennutzung sein.
2. Die Reliefenergie (Höhendifferenz) zwischen Wirkungsraum und Ausgleichsfläche beträgt mindestens 50 m.
3. Die Neigung der Hänge sollte größer als 5° sein.
4. Die Ausgleichsfläche knüpft an eine Luftleitbahn an.
5. Die Größe der Ausgleichsfläche sollte mindestens 50 ha (0,5 km2) betragen. 
Erfahrung aus vorliegenden Klimauntersuchungen und Gutachten zeigen, daß diese Maßstäbe weiter differenziert werden sollten. Daraus ergeben sich in Schwabach fünf verschieden klimaökologischen Flächen, die dargestellt werden.

 

 

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