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Dipl.-Geograph Andreas Nagl Diplomarbeit "Stadtklimatische Untersuchungen in Schwabach - Geländemessungen und Computermodellierung hinsichtlich klimaökologischer Ausgleichsflächen"
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5.3 Computerrastermodell Nach der Digitalisierung der Grunddaten können die verschiedenen Parameter veranschaulicht und weiter miteinander verknüpft werden. Dabei ist vor allem BLUEFLOW und das Geoinformationssystem IDRISI ein gutes Hilfsmittel. 5.3.1 Die Modellentwicklung Bevor Parameter miteinander verknüpft werden, möchte ich die Fragestellung und die Grundprinzipien noch einmal konkretisieren. Eine stadtplanungsrelevante Klimaökologie hat die Aufgabe rezente Flächen zu bewerten und bedeutsame Flächen für eine zukünftige Sicherung auszuweisen. Dabei verfolge ich bei der Einteilung von Flächen die Grundprinzipien des klimaökologischen Ausgleichs. Denn für die Planung nach Gesichtspunkten das Stadtklimas oder speziell der Kaltluftproblematik gibt es eigentlich nur zwei verschiedene Flächentypen. Flächen, die durch das Stadtklima belastet sind, und Flächen, die auf diese Bereiche einwirken und so einen Ausgleich schaffen. Man spricht von Ausgleichsräumen und Wirkungsräumen. Weiter können potentielle Ausgleichs- und Wirkungsräume differenziert werden, wenn durch gezielte Nutzungsänderung eine neue Ist-Situation entsteht. Ein Beispiel hierfür wäre ein dichter Bewuchs in einem Graben, der den Kaltluftabfluß behindert. Durch Abholzen des Bewuchs könnte ein neuer Wirkungsraum von der vorhandenen Kaltluft profitieren. Ausgleichsräume sind also Flächen mit folgenden Eigenschaften: Auf ihnen induziert die Schwerkraft eine Luftmassenbewegung. Sie enthalten Frisch- bzw. Kaltluftentstehungsgebiete. Der Ausgleich findet über Luftleitbahnen statt oder es kommt zum unmittelbaren thermischen Ausgleich auf direkt angrenzende Gebiete. Wirkungsräume sind Flächen auf denen ein Ausgleich stattfindet. Diese bebauten und versiegelten Räume sind thermisch oder durch Immissionen mehr oder weniger stark belastet. Ein wärmeunbelasteter Wirkungsraum zeichnet sich durch offene Bebauung mit einem Grünanteil von mehr als 30 % und nur geringen Temperaturabweichungen zum Umland aus. Der belastete Wirkungsraum hingegen ist durch höhere Temperaturabweichungen in bebautem Gebiet mit weniger als 30 % Grünanteil gekennzeichnet.
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