[ www.naan.de ]     Dienstag, 07.09.2010
5.1.5 Strahlung Drucken E-Mail

Dipl.-Geograph Andreas Nagl
Diplomarbeit "Stadtklimatische Untersuchungen in Schwabach - Geländemessungen und Computermodellierung hinsichtlich klimaökologischer Ausgleichsflächen"

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5.1.5 Strahlung

Die gemessenen Strahlungswerte ergaben noch keine üblichen Energiegrößen. Es mußte berücksichtigt werden, daß der Meßkörper selbst strahlt und die Meßergebnisse verfälscht. Durch das Einbeziehen der Blocktemperatur des Meßgehäuses konnten Energieströme in Watt/m2 errechnet werden:

Die Strahlung wird am meisten durch die verschiedenen Baumaterialien beeinflußt. Unterschiedliche Energiemengen werden reflektiert oder in langwellige Strahlung umgewandelt. Alle drei Stationen mit Strahlungsmessern standen auf Wiesen, so daß sich das Reflexionsvermögen ähnelt. Einfluß auf die Strahlung haben ebenfalls die verschiedenen stadttypischen Luftschichten mit mehr oder weniger starken Luftverunreinigungen. Durch die sogenannte Dunstglocke verändert sich die Globalstrahlung. Im jährlichen Verlauf unterscheiden sich die Stationen Sporn, Mitte und Tal nicht. Weder die Global- noch die Gegenstrahlung weichen voneinander ab. Dies läßt auf geringe Luftverunreinigung in den westlichen Bereichen der Stadt schließen. Hauptproduzent für Luftverunreinigungen in Schwabach sind der Verkehr und Industrien wie die Sondermüllanlage. Ob sich die Strahlungswerte in östlichen Stadtteilen ebenso verhalten, müßte nachgemessen werden.

Diagramm 11: Strahlungswerte in W/m2 im jahreszeitlichen Verlauf

Abbildung 12: Tages- und Jahresgang der Strahlungsbilanz (Watt/m2)

Auch bei verschiedenen Tagesgängen sind keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Stationen zu erkennen. Deutlich wird der typische Verlauf an Strahlungstagen: hohe Einstrahlung um die Mittagszeit und starke nächtliche Auskühlung (negative Strahlungsbilanz) bereits bei Sonnenuntergang.

Diagramm 12: Tagesgang der Strahlung aller Stationen bei einer Hochdruckwetterlage am 15.6.1996

Leider sind die Strahlungsmesser nur relativ zueinander geeicht, die absoluten Werte stimmen deshalb nicht. Für die Fragestellung ist dies jedoch ausreichend.

 

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