|
Dipl.-Geograph Andreas Nagl Diplomarbeit "Stadtklimatische Untersuchungen in Schwabach - Geländemessungen und Computermodellierung hinsichtlich klimaökologischer Ausgleichsflächen"
© Copyright 1997: Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil der Arbeit darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
5.1.2 Temperatur Monatswerte Um generelle Tendenzen darzustellen, sind Mittelwerte gut geeignet. Monatsmittel sind leicht lesbar und gut vergleichbar. Ein einzelner Wert kann, richtig interpretiert, eine Vielzahl von Rückschlüssen zulassen. Wie weit ist der Wärmeinseleffekt in Schwabach ausgeprägt? Macht er sich im Monatsmittel überhaupt schon bemerkbar? Solche und andere Fragen sind für die Stadtklimatologie von Belang. Im folgenden sollen die einzelnen Klimafaktoren meist in Tabellen oder Diagrammform dargestellt und kurz interpretiert werden.  Diagramm 4: Temperaturabweichung der Monatsmittel von der Station Tal Bereits die Monatsmittel zeigen, daß sich die Station in der Stadtmitte von den anderen unterscheidet. Die Temperaturabweichungen zur Talstation betragen bis zu 1,5 K im Juni und 1,0 K im Gesamtmittel. Die hohen Abweichungen des Klärwerks lassen sich wohl durch das Anbringen des Fühlers an der Hauswand erklären (vgl. Kapitel 4.1.3). Die Sondermüllanlage hat eine mittlere Abweichung von 0,4 K, die Station Sporn nur noch 0,2 K. Weiter läßt sich ein Standort durch meteorologisch wichtige Tage kennzeichnen, die weitgehend von Extremwerten abhängig sind: Eistage: das Temperaturmaximum ist kleiner 0°C Frosttage: das Temperaturminimum ist kleiner 0°C Sommertage: das Temperaturmaximum ist größer gleich 25°C Tropentage: das Temperaturmaximum ist größer gleich 30°C Auch bei Extremwerten hebt sich die Innenstadt von den anderen Stationen ab. Sie zählt die meisten Tropen- und Sommertage und die wenigsten Frost- und Eistage. Die 127 Frosttage im Schwabachtal hängen mit dem Auftreten von Kaltluftseen an dieser Stelle zusammen. Diagramm 5: Anzahl meteorologisch wichtiger Tage im Zeitraum März 1996 bis März 1997 
Tagesgänge Deutlicher als bei Monatswerten wird der klimatische Unterschied verschiedener Standorte, wenn man einzelne Tage bei bestimmten Wettersituationen herausgreift. Die folgenden Diagramme zeigen den Temperaturverlauf einer Woche während einer Hochdruckwetterlage im Sommer und im Winter. Diagramm 6: Temperaturtagesgänge vom 14. - 17. Januar 1997 während einer Hochdruckwetterlage (Schneedecke) 
Diagramm 7: Temperaturtagesgänge vom 19. - 22. Juli 1996 während einer Hochdruckwetterlage 
Gerade bei der maximalen Aufwärmung und der maximalen Abkühlung sind die Temperaturunterschiede auffällig. Die Station Mitte heizt sich Sommer wie Winter tagsüber mehr auf als die anderen Stationen. Die stärkste nächtliche Auskühlung erfährt die Station Tal. Durch den niedrigen Sonnenstand im Winter wird besonders der Nordhang frühzeitig beschattet.
© Copyright 1997: Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil der Arbeit darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
|